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Positiver Trend in den untersuchten Fächergruppen

Die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger in den Fächergruppen Mathematik, Naturwissenschaften sowie Ingenieurwissenschaften hat sich bei einem Vergleich der betrachteten Studienjahren 2001 und 2002 erhöht. Bei den Ingenieurwissenschaften ist ein höherer Zuwachs an Studienanfängerinnen als bei den Studienanfängern festzustellen. Lediglich in der Fächergruppe Mathematik, Naturwissenschaften ist ein leichter Rückgang bei den Männern zu verzeichnen, was sich auf den Rückgang der Anfängerzahlen im Studienbereich Informatik zurückführen lässt.

Biologie: Den höchsten Frauenanteil kann das Fach Biologie mit 62,0% (2001) und 64,2% (2002) an den Universitäten (kein Ranking an den Fachhochschulen) aufweisen. In Gruppe 1 liegt die Technische Universität Dresden mit einem Anteil an Studienanfängerinnen von 85,4% (2001) bzw. 83,0% (2002) vorne, in der Gruppe 2 konnte die Friedrich-Schiller-Universität Jena 73% Studienanfängerinnen im Jahr 2001 und die Humboldt-Universität zu Berlin 73% im Jahr 2002 für sich gewinnen. Zu beachten ist, dass es sich um ein zulassungsbeschränktes Fach handelt, für das ein Notendurchschnitt von 2 und besser erforderlich ist.

Architektur: Das Fach Architektur besitzt den zweithöchsten Anteil an Studienanfängerinnen sämtlicher im Ranking betrachteten Fächer. Mit einem durchschnittlichen Anteil von rd. 54% an den Universitäten bzw. knapp 50% an den Fachhochschulen in beiden untersuchten Jahren ist zahlenmäßig eine Chancengleichheit bei den Erstsemestern erreicht. Zu beachten ist, dass es sich um ein Fach handelt, bei dem die Auswahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger auf der Grundlage einer Eignungsprüfung erfolgt. Im Jahr 2001 liegen mit 63,5% die Universität Dortmund und mit 64,5% die Technische Universität Cottbus auf dem ersten Rang. Bei den Fachhochschulen sind es im Jahr 2001 Bremen mit 72,9% bzw. Hamburg mit 56,8%, im Jahr 2002 die Hochschule Anhalt (64,7%) bzw. die Fachhochschule Mainz (62,3%).

Chemie: Mit geringem Abstand zur Architektur erreicht das Fach Chemie einen durchschnittlichen Anteil an Studienanfängerinnen an den Universitäten (kein Ranking an Fachhochschulen) von rd. 47% in beiden untersuchten Jahren. Auch hier liegen die erstplatzierten Universitäten deutlich über dem Durchschnitt: Universität Tübingen (60,0% im Jahr 2001), Freie Universität Berlin (55,0% im Jahr 2001), Universität Rostock (60,0% im Jahr 2002), Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (60,3% im Jahr 2002). Nach einem Einbruch der Erstsemesterzahlen zu Beginn der 90er Jahre erlebt die Chemie danach wieder einen leichten Aufschwung, der gleichzeitig eine Erhöhung des Anteils an Studienanfängerinnen aufweist.

Mathematik: In den beiden untersuchten Studienjahren wird ein Anteil von knapp 42% und somit eine nahezu paritätische Verteilung von Studienanfängerinnen und Studienanfänger nan den Hochschulen erreicht. Diese Entwicklung ist ähnlich der Chemie erst in den letzten Jahren zu erkennen. Wie in allen bereits dargestellten Fächern liegen die erstplatzierten Universitäten weit über dem Durchschnitt. Hier ist für 2001 die Universität Jena zu nennen mit einem Anteil an Studienanfängerinnen von 61,8% sowie die Universität Oldenburg mit 57,5%. Im Jahr 2002 haben die Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig mit 51,4% sowie die Universität Osnabrück mit 52,3% den ersten Rang inne.

Bauingenieurwesen/Ingenieurbau: Nach einem lang anhaltendem Rückgang der Erstsemester im Fach Bauingenieurwesen/Ingenieurbau ist im Jahr 2002 erstmals wieder eine leichte Zunahme zu verzeichnen. Besonders deutlich ist hier der Unterschied des durchschnittlichen Anteils von Studienanfängerinnen an den verschiedenen Hochschultypen. Während dieser an den Universitäten im Jahr 2001 durchschnittlich bei 33,5% bzw. im Jahr 2002 bei 35,6% liegt, können die Fachhochschulen nur etwas mehr als rd. 22% Frauen bei den Erstsemestern aufweisen. Weit über dem Durchschnitt liegen die Universität Hannover (43,1% im Jahr 2001) und die Bergische Universität Wuppertal (55,7% im Jahr 2002). Die Fachhochschule Lübeck liegt bei 35,3% im Jahr 2001, die Fachhochschule Magdeburg-Stendal bei 29,8% im Jahr 2002. Herausragend für die zweite Gruppe der Fachhochschulen ist Wiesbaden mit 48,1% bzw. 47,8% und liegt somit mit über 20 Prozentpunkte über dem Durchschnitt.

Physik: Die nach dem Einbruch zu Beginn der 90er Jahre wieder positive Tendenz der Erstsemesterzahlen setzen sich auch im Jahr 2002 fort. Der Anteil der Studienanfängerinnen beträgt jeweils knapp 23%. Deutlich über dem Durchschnitt liegt in der Gruppe 1 die Universität Bremen mit 41,9% im Jahr 2001 und die Universität Halle-Wittenberg mit 41,2% im Jahr 2002. In den beiden untersuchten Studienjahren erreicht in der Gruppe 2 die Humboldt-Universität zu Berlin mit einem Anteil an Studienanfängerinnen von ca. 33% den ersten Platz.

Wirtschaftsingenieurwesen: Das Fach Wirtschaftsingenieurwesen verzeichnet im Jahr 2002 einen leichten Zuwachs von sechs Prozentpunkten bei einem Anteil der Studienanfängerinnen von 25% bzw. 22% und zeichnet sich bei den ersten Plätzen bei den Fachhochschulen durch Kontinuität aus. In den beiden Jahren behaupten in der Gruppe 1 die Fachhochschule Dresden, in der Gruppe 2 die Fachhochschule Köln den ersten Platz mit über 30%igem Anteil an Studienanfängerinnen. Bei den Universitäten liegt die Technische Universität Cottbus im Jahr 2001 mit 48,9% auf Rang 1. Durch den Verlust von neun Prozentpunkten erreicht sie im Jahr 2002 nur den dritten Rang, während die Technische Universität Bergakademie Freiberg mit 47,5% auf den ersten Rang kommt. Letztere wurde im Jahr 2001 aufgrund zu geringer Erstsemesterzahlen nicht ins Ranking einbezogen.

Informatik: Bis Ende der 90er Jahre ist ein großer Anstieg der Studienanfängerinnen und -anfänger zu verzeichnen. Seit 2000 gehen die Zahlen wieder zurück, wenn auch bei den Frauen nicht so stark wie bei den Männern. Als herausragend für das Jahr 2001 ist die Universität Hannover zu nennen mit 37,0% Frauenanteil im ersten Fachsemester (der Durchschnitt lag bei 15,9%). Ein Jahr später lagen die Universität Halle-Wittenberg (29,5%) und die Universität Frankfurt am Main (26,21%) an erster Stelle. Bei den Fachhochschulen erreichte in Gruppe 1 Ingolstadt 27,3% (2001) und die Anhalt 26,3% (2002), während Frankfurt am Main in beiden Jahren mit jeweils über 20% an erster Stelle der Gruppe 2 lag.

Maschinenbau/-wesen: An den Universitäten liegt der durchschnittliche Frauenanteil bei 12% im Jahr 2001 bzw. 14,1% im Jahr 2002, an den Fachhochschulen bei etwas über 7% in beiden Jahren. Erfreulich ist, dass im Jahr 2002 erstmalig der Zuwachs an Studienanfängerinnen im Studienfach Maschinenbau/Verfahrenstechnik höher ist als der der Studienanfänger. Zu beachten ist aber, dass sich mehr als 60% der Frauen, aber nur knapp 40% der Männer nicht für das Kernfach Maschinenbau/-wesen entscheiden. Bei den betrachteten Universitäten wurde die Bergische Universität Wuppertal (2001: 20,8%) von der Universität Dortmund im Jahr 2002 abgelöst (30,2%). Bei den Fachhochschulen platziert sich die Fachhochschule Coburg auf dem ersten Rang der Gruppe 1 (2001: 20,6%); im Jahr 2002 war es die Fachhochschule Lübeck (2002: 19,4%). In beiden Studienjahren erreicht die Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel mit 18,2% bzw. 20% den ersten Rang der Gruppe 2.

Elektrotechnik/Elektronik: Elektrotechnik ist das Fach mit dem geringsten Frauenanteil. An den Universitäten schreiben sich in beiden Jahren nur jeweils ca. 10% Frauen ein, an den Fachhochschulen zwischen 7 und 8%. Die Universität Bochum erreicht im Jahr 2001 einen prozentualen Anteil an Studienanfängerinnen von 20,4%, die Universität Hannover im Jahr 2002 einen Anteil von 23% und die Fachhochschule Düsseldorf 22,2% (2001) bzw. 19,7% (2002) und somit jeweils den ersten Platz. Damit liegen diese Hochschulen mit mehr als 10 Prozentpunkten über dem Durchschnitt in den jeweiligen Gruppen.

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